
In der Medizin und in der medizinischen Forschung bahnt sich seit den Neunzigerjahren, von großen Teilen der Öffentlichkeit noch unbemerkt, eine Revolution an, die folgende Aspekte betrifft
- Unterscheidung zwischen Krankheitssymptom und Krankheitsursache (→ www.symptome.ch),
- Unterscheidung zwischen Wirkung (Symptomunterdrückung) und Auto- bzw. Selbstregulation (Selbstheilung, Homöostase),
- Aufwertung des Stellenwerts unspezifischer Wirkfaktoren (→ Dodo-Bird-Verdikt) wie z. B. Erwartungen (→ »Wirkung der Bedeutung«), Hoffnungen, Arzt-Patient-Beziehung oder Veränderung des Lebensstils,
- Verlagerung der Verantwortung vom Therapeuten (Reparatur) hin zum Patienten (Prävention, Salutogenese),
- intelligente Verknüpfung von Schulmedizin und Komplementärmedizin (→ Integrative Medizin),
- Aufwertung der Versorgungsforschung, die das Kosten-Nutzen-Verhältnis medizinischer Interventionen z. B. in Outcome-Studien oder in Health Technology Assessments (HTAs) - nicht im klinischen Labor, sondern unter realen Umgebungsbedingungen (»Real-World Effectiveness«) - wissenschaftlich prüft (→ Versorgungsforschung)
Der unkritische Umgang mit RCTs erinnert mitunter an das Märchen »Des Kaisers neue Kleider«. Zu Beginn nur wenige, inzwischen immer mehr Stimmen wagen es, dezent darauf hinzuweisen, dass der Kaiser nackt ist ...
Link zum Originalbeitrag im »H.Blog: Homöopathie & Forschung« ...
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1 Kommentare:
Es wurde auch langsam mal Zeit ;)
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