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„Psychophysiologie ist der historische Name einer Forschungstradition, die sich mit der Frage der Zusammenhänge von psychischen Prozessen und körperlichen Reaktionen befasst“, erläutert Prof. Dr. Peter Kirsch vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. „Seit dem Aufkommen moderner Methoden der Hirnforschung hat sich das Spektrum dieser Disziplin, die heute oft unter dem Begriff der ,Biologischen Psychologie‘ zusammengefasst wird, deutlich erweitert.“ So reichen die Forschungsthemen von Untersuchungen zur Körperveränderung bei der visuellen Wahrnehmung über die Frage, welche Gehirnprozesse für erfolgreiches Mathematiklernen verantwortlich sind, bis hin zur Anwendung der Hirnforschung auf klinische Fragestellungen wie die Schizophrenieforschung oder die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten. Zunehmend an Bedeutung gewinnen dabei auch, so Prof. Kirsch, Fragen der sogenannten affektiven und sozialen Neurowissenschaften, die untersuchen, wie emotionale und soziale Prozesse in unserem Gehirn repräsentiert sind.
Zum Tagungsprogramm gehören drei Hauptvorträge: Den Auftakt am Donnerstag (23. Juni) macht Prof. Dr. Martin Eimer von der Universität London, der sich im Eröffnungsvortrag dem Thema der visuellen Aufmerksamkeit widmen wird. Am Freitag (24. Juni) spricht Prof. Dr. Rainer Goebel von der Universität Maastricht über die Erfassung der Gehirnaktivität in Echtzeit. In einem weiteren Vortrag am Samstag (25. Juni) befasst sich Prof. Dr. Ursula Stockhorst von der Universität Osnabrück mit den Effekten von Insulin im Gehirn. Weitere Informationen zu der Veranstaltung können im Internet unter http://www.pug2011-kongress.unitt.de/ abgerufen werden.
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